Neues Amsterdamer Gerichtsgebäude

CRUX Engineering BV hat im Auftrag von Bouwbedrijf M.J. de Nijs en Zonen BV die definitive Planung der Baugrube und den begleitenden Überwachungsplan für das neue Gerichtsgebäude in Amsterdam, das New Amsterdam Court House (NACH), entworfen.

Die derzeitigen Gebäude einschließlich Kellergeschoss werden abgerissen, um eine 2-stöckige Tiefgarage zu errichten. Der Keller wird innerhalb einer verankerten Spundwand gebaut, wobei Filterdrainage in Kombination mit Tiefbrunnen die notwendige Grundwasserabsenkung in der Baugrube ermöglichen.

Zusätzlich zu den erforderlichen konstruktiven Berechnungen für die Festigkeit und Steifigkeit der Spundbohlen und der Verankerung führte CRUX analytische und numerische Berechnungen mit PLAXIS hinsichtlich des Einflusses auf die Nachbarbebauung aus. In der Analyse hinsichtlich der Nachbarbebauung werden die kritischen Objekte in der Umgebung berücksichtigt, zum Beispiel die zulässigen horizontalen und vertikalen Verformungen der Unterführung und Stützmauer am Parnassusweg oder der Straßenbahngleise und der Kabel und Rohre neben der Baugrube.

Für diese Objekte werden mit dem CRUX-Risk Ansatz die relevanten Verformungsanteile während des gesamten Bauprozesses von Spundwandinstallation, Ankerinstallation, Bodenaushub, Entwässerung bis hin zu der Entfernung der Spundbohlen und eventuell auch der Entfernung der Wandanker quantitativ ermittelt und bewertet. Hieraus werden für alle kritischen Objekte Anforderungen hinsichtlich der Verformung abgeleitet, welche die Basis bilden für die Signal- und Interventionswerte im Überwachungsplan.

Auf diese Weise sind die Regeln überprüfbar definiert, innerhalb derer die Baugrube in einem kritischen städtischen Umfeld mit vertretbaren und beherrschbaren Risiken realisiert werden kann.

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